06.09.2010 Startseite Flash-Version >>>              Suche:

Die CED-Diagnostik
Von der Blutuntersuchung über die Spiegelung bis zum Röntgen
Die Symptome einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung sind zunächst unspezifisch und können vom Arzt verschiedenen Krankheitsbildern zugeordnet werden. Für eine konkrete Morbus Crohn- oder Colitis ulcerosa-Diagnose braucht es daher spezieller, aufeinander abgestimmter Untersuchungsmethoden.
 

Zunächst wird der Patient von seinem Arzt ausführlich zu Beschwerden, ihrer Art und Dauer sowie Vorerkrankungen oder Allergien befragt. Anschließend bedarf es einer ausführlichen körperlichen Untersuchung. Eine Blut-untersuchung ist dann die erste differenzierte Diagnostik. Hier geht es um bestimmte Normwerte, die im Falle von Auffälligkeiten einen ersten Crohn-/Colitis-Verdacht nahelegen können.

Um dem weiter auf den Grund zu gehen, stehen weitere Diagnoseverfahren zur Verfügung.
So wird der Arzt eine Ultraschalluntersuchung durchführen, mit der Organe im Bauchraum wie Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse, Nieren und Milz betrachtet werden können. Die für CED typischen Symptome wie Abszesse oder Fisteln lassen sich so sichtbar machen, ebenso können Entzündungen im Dick- oder Dünndarm erkannt werden.

Allerdings ersetzt die Ultraschalluntersuchung nicht die Darmspiegelung. Denn nur im Rahmen der Dickdarmspiegelung können von den Ärzten aussagefähige Gewebeproben entnommen werden, die Pathologen im weiteren unter dem Mikroskop auf Entzündungen oder sonstige Veränderungen untersuchen. Die Darmspiegelung ist damit die wichtigste Untersuchungsmethode, wenn der Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung besteht oder der Verlauf und Therapieerfolg beurteilt werden soll.
 

Eine weiter differenzierende Diagnostik ermöglicht eine Röntgenuntersuchung des Dickdarms. Sie wird nur eingesetzt, wenn die Spiegelung aufgrund von bestehenden Darmverengungen keinen vollständigen Einblick in alle Darmsegmente ermöglicht. Um tiefe Abschnitte des Dünndarms anzusehen, ist eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur Darstellung der Dünndarmschleimhaut sowie von Engstellen und Fisteln noch unumgänglich.

Diese Untersuchung wird "Sellink" genannt. Sie kann als konventionelle Röntgenuntersuchung oder alternativ strahlungsfrei als Magnetresonanztomographie durchgeführt werden.

So wird dem Arzt eine Unterscheidung zwischen einer Crohn- oder Colitis-Diagnose ermöglicht, da ein sonst schwer erkennbarer entzündlicher Befall des Dünndarms und mögliche Verengungen sichtbar gemacht werden. Dies würde den Verdacht erhärten, daß eine Morbus Crohn-Ekrankung vorliegt.
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